Loading...
Navigation

Search the newsfeeds

novinkinovinki

Online-Zeitschrift, Portal und Informationsbörse zu Literatur der Länder Ost- Mittel- und Südosteuropas.
  1. Ausgewählt vom Autor und ins Deutsche übersetzt von Thomas Weiler. Irgendwann habe ich mir einen Kaffee aufgebrüht, mich an den Tisch gesetzt und mir meine Sprache ausgedacht. Nachdem ich sie mir ausgedacht hatte, lehnte ich mich auf meinem Stuhl zurück und sah mich in Ruhe um. Im Aschenbecher kauerten fünf Stummel. Die namenlose Blume auf […]
  2. 07. Juli 2020von Yaraslava Ananka und Nina Wellerzurückgefragt
    Al’herd Bacharėvičs Roman Hunde Europas (Sabaki Eŭropy) ist ein Ereignis. Er beeindruckt nicht alleine durch seinen Umfang von über 900 Seiten, vielmehr noch fasziniert er durch seine hemmungslose Hingabe an die Sogkraft der Sprache. novinki veröffentlicht ein Gespräch mit Al’herd Bacharėvič und seinem Übersetzer Thomas Weiler vom 29. Januar 2020 im Einstein Forum Potsdam sowie ein Fragment aus dem Roman in der Übersetzung von Thomas Weiler.
  3. 26. Juni 2020von Philine Bickhardtgegengelesen
    Porträt eines Umbruchs: Zum hundertjährigen Jubiläum der russischen Revolution 2017 hat Olga Radetzkaja Viktor Šklovskijs Sentimentale Reise (russ. Sentimental’noe putešestvie) erstmals in vollständiger Fassung ins Deutsche übersetzt. Der autobiographisch motivierte Erzähler akzentuiert die für alle Akteur_innen der Zeit herausfordernde Suche nach Orientierung im Chaos und den Wunsch nach Neubeginn. Auf den Spuren formalistischer Poetik.
  4. 12. Juni 2020von Miranda Jakišagegengelesen
    Marko Dinićs 2019 erschienener Roman Die guten Tage zeichnet sich durch transkulturelle Dimensionen aus, die einer mehrfach gerichteten Lektüre befreienden Bewegungsraum verschaffen. Jugoslawische New Wave Bands wie Azra, Ekaterina Velika oder Haustor stehen neben Diasporaerfahrung, Wiener Gesellschaftsanalyse sowie Serbien-Bashing slash Belgrad-Liebe.
  5. 09. Juni 2020von Miranda Jakiša, Uroš Ristanovic und Milica Santa zurückgefragt
    Saša Ilić sollte im März aus seinem jüngsten Roman „Pas i kontrabas“ (2019) lesen, für den er den renommierten NIN Preis für Literatur erhalten hat. Am Wiener novinki-Standort wollten wir mit ihm über die kontroversen Reaktionen auf die Verleihung sprechen. Seit vielen Jahren verfolgen wir bei novinki Saša Ilićs Arbeit. Leider kamen uns die Covid-19-Maßnahmen dazwischen und wir haben das Gespräch nun online geführt.
  6. 03. Juni 2020von Elisabeth Allabauer angeschaut
    Die Eröffnungsproduktion Imitation of Life des MESS Festivals 2019 in Sarajevo könnte kaum einen bedrückenderen und politischeren Inhalt behandeln. Basierend auf einem tatsächlich in Ungarn stattgefundenen Vorfall, kreiert die ungarische Autorin Kata Webér ein Stück, hiermit erstmals von Kornél Mundruczó für sein Proton Theater (Budapest) inszeniert, in dem sie die Dominanz der Banalität und die Vergänglichkeit unseres Lebens aufzeigt.
  7. 29. Mai 2020von Barbara Wohlgemuth angeschaut
    Das französische Theaterkollektiv La belle Meunière bot dem MESS-Publikum eine 75-minütige, wortlose und eindrucksvolle Dekonstruktion einer massiven Kommode. 2014 wurde die Produktion im Rahmen des Theaterfestivals in Avignon unter dem französischen Originaltitel Buffet à vif uraufgeführt. Seither wurde sie in Frankreich, Tschechien, Serbien und Bulgarien gezeigt. Im Rahmen des 59. MESS Theaterfestivals in Sarajevo war Smashed to Pieces erstmals in Bosnien-Herzegowina zu erleben.
  8. 30. März 2020von Lara Soleder angeschaut
    Chris the Swiss ist ein teilanimierter Dokumentarfilm, der Realität mit Ungewissheit und Nichtwissen verbindet. Ein Schweizer Journalist tauscht auf seiner Reise durch das Kriegsgebiet Ex-Jugoslawiens bzw. des heutigen Kroatiens die Kamera gegen die Waffe aus. Obwohl er mit dem Krieg nicht konform geht, schließt er sich einer internationalen Miliz an. Sein eigentliches Ziel, über den Krieg zu berichten, gibt er auf.
  9. 06. März 2020von Susanne Frank angeschaut
    Auf den diesjährigen Internationalen Filmfestspielen Berlin 2020 (Berlinale) feierte Siberia von Abel Ferrara Weltpremiere. Im Film unternimmt ein männliches Ich, gespielt von Willem Dafoe, eine Fahrt durch die Schneelandschaften Sibiriens und begibt sich so auf eine Reise in die Tiefen der Seele, der Erinnerung und des Unbewussten. Das Durchqueren des Grenzraums Sibirien ist zugleich Grenzübertritt in ein persönliches Jenseits des Protagonisten.
  10. 26. Februar 2020von Darija Davidović angeschaut
    MESS Festival Sarajevo, 29.09.2019. Bobo Jelčić inszeniert „Warum läuft Herr R. Amok?“ von Michael Fengler und Rainer Werner Fassbinder und lässt in der gleichnamigen Bühnenadaption des Filmklassikers (Zašto je poludeo gospodin R.?) tief in die intime Welt fragiler Männlichkeit blicken, die im postjugoslawischen Raum von neoliberalen, marktwirtschaftlichen Prinzipien bestimmt wird und daran zerbricht.